Ausgezeichnet: Hannah Krause – ehemalige Auszubildende des Alstätter Malerbetriebes Witte – ist Auszubildende des Quartals 3/2020

12.12.2020
Azubi des Quartals 3-2020 - Johannes Witte-Hannah Krause-Helmut Witte

Vier Mal pro Jahr stellt der Ausrichter des Wettbewerbes „Azubi des Quartals“ – der Maler- und Lackiererinnungsverband Westfalen – eine/n Auszubildende/n und dessen/deren Ausbildungsbetrieb durch eine Auszeichnung zum „Azubi des Quartals“ in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Mit der Auszeichnung würdigt der Verband jeweils eine/n Auszubildende/n für besondere Leistungen und besonderes Engagement im beruflichen wie im privaten Bereich. In der letzten Auslobung konnte sich die Jung-Gesellin Hannah Krause, die begehrte Auszeichnung sichern.

Gefeiert wurde im Hause Witte in diesem Jahr häufiger, natürlich in angemessenem Rahmen und vor allem mit Abstand, aber trotzdem voller Freude. Denn Hannah Krause – mittlerweile Jung-Gesellin im Maler- und Lackiererhandwerk sowie Lehramtsstudentin an der Universität Wuppertal – bot im laufenden Jahr ein ums andere Mal Anlass für kleine Feierstunden. Doch der Reihe nach.

Die junge Abiturientin begann ihre Ausbildung zur Maler- und Lackiererin ganz bewusst im Unternehmen von Helmut Witte. „Nach der ganzen Lernerei für die Abiturprüfungen wollte ich gerne endlich praktisch arbeiten und mit einer Ausbildung die Basis für meinen späteren Berufswunsch legen“, bringt die angehende Berufsschullehrerin ihre Motive für die handwerkliche Ausbildung auf den Punkt. „Damals kamen für mich die Ausbildungsberufe zur Tischlerin und zur Maler- und Lackiererin in Frage, aufgrund des Praktikums bei der Firma Witte, bei der ich mich aufgrund der tollen Webpräsenz beworben habe, war aber schnell klar, dass ich Maler- und Lackiererin werden wollte!“ Gesagt, getan. Auch Ausbilder Helmut Witte, der das Familienunternehmen gemeinsam mit Sohn Johannes führt, war schnell von Hannah Krause begeistert. „Ihre ruhige und besonnene Art, ihre positive Grundeinstellung und vor allem das Feedback meiner Mitarbeiter nach dem Praktikum, sorgten dafür, dass ich Hannah Krause gerne den Ausbildungsvertrag anbot.“

Raus aus der Theorie, rein in die Praxis

Auch wenn die sportliche Hannah Krause zu Beginn ihrer Ausbildung körperlich in guter Form war, so stellte sie bereits in den ersten Wochen der Lehre fest, dass sie einiges an Muskelmasse aufbauen würde. „Das erste Jahr war körperlich schon sehr anstrengend, aber es war auch ein gutes Gefühl, zu spüren, dass man tagsüber an der frischen Luft und körperlich gefordert war. Nach einigen Monaten war aber auch das kein Problem mehr und ich genoss die Vielfältigkeit der Aufgaben, Baustellen und Projekte. Es ist einfach toll, jeden Tag zu sehen, was man geschaffen hat und ich muss schon sagen, dass ich die Ausbildungszeit sehr genossen habe.“

Das unterstrichen nicht nur die Noten der ambitionierten Auszubildenden, weiß Helmut Witte zu berichten: „Auch unsere Gesellen waren voll des Lobes und freuten sich, wenn Hannah Krause sie zu den Baustellen begleitete.“

Hervorragende Gesellenprüfung, Kammerbeste und Landessiegerin

Dieses positive Bild zeichnete Hannah Krause über die gesamte Ausbildungszeit konsequent fort. Top Noten in der Berufsschule und der Überbetrieblichen Lehrgangsunterweisung, eine starke Performance im Betrieb und das Herz am rechten Fleck. „Für unsere anderen Auszubildenden war Hannah Krause stets eine Unterstützung und sorgte durch Nachhilfe dafür, dass auch schwächeren Lehrlingen die Lerninhalte vermittelt wurden.“, freut sich Helmut Witte über den Support der musikalischen Ahauserin.

Nicht verwunderlich also, dass Hannah Krause die Gesellenprüfung mit Traumnoten absolvierte und sich aufgrund dieser erstklassigen Leistungen als Kammerbeste für den Landesleistungswettbewerb qualifizierte. Letzterer wurde aufgrund der Pandemiesituation nach dem Notenspiegel entschieden, was für Hannah Krause bei 98 (von möglichen 100) Punkten im praktischen und 99 (von möglichen 100) im theoretischen Teil den Sieg bedeutete. Der sich nun anschließende Bundesleistungswettbewerb, der voraussichtlich im Frühjahr 2021 stattfinden wird, ist bereits jetzt ein fester Termin im Kalender der 21jährigen.

Azubi des Quartals als logische Konsequenz

Für die Jury des Wettbewerbes zum Azubi des Quartals war die Auszeichnung von Hannah Krause somit die logische Konsequenz. In der Jurybegründung hieß es dazu: „Traumnoten, ein tolles Arbeits- und Sozialverhalten und menschlich ein Vorbild, die Jury des Wettbewerbes zum Azubi des Quartals würdigt Hannah Krauses Gesamtperformance mit dieser Auszeichnung. Die sportliche Ahauserin begann die Ausbildung zur Maler- und Lackiererin im Jahr 2017 und begeisterte Ausbilder und Lehrer vom ersten Tag an sowohl durch ihre ruhige und besonnene Art als auch mit sehr guten Leistungen. Besonders hoben die Einreicher das Engagement für die Mitauszubildenden hervor. Nachhilfe und die Unterstützung bei der Integration eines geflüchteten Auszubildenden waren für die mittlerweile als Gesellin aktive Hannah Krause eine Selbstverständlichkeit. Dieser persönliche Einsatz, die große Zufriedenheit des Ausbilders mit der Auszubildenden selbst und die darüber hinaus sehr guten Noten bewogen die Jury zur Auszeichnung.“

Wertschätzung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Als Unternehmer hat sich Helmut Witte nicht nur der Zufriedenheit seiner Kunden verschrieben, auch bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern achtet der Münsterländer darauf, dass es ihnen gut geht: „Mir ist es besonders wichtig, dass sich alle wohlfühlen und auch alle den gemeinsamen Weg der Wertschätzung füreinander mitgehen. Deshalb geben wir jedem die Chance aus seinen eigenen Mitteln das Beste zu machen. Dabei ist es gleich, ob es um unsere Malerhelfer geht oder aber um unsere Auszubildenden. Jeder wird gefördert und unterstützt.“




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