Ausgezeichnet: Alpha Ousmane Bah von der Gerhard Schnitker GmbH & Co. KG ist Westfalens Auszubildender des Quartals 1/2020

Alpha Ousmane Bah von der Gerhard Schnitker GmbH & Co. KG ist Westfalens Auszubildender des Quartals 1/2020

Vier Mal pro Jahr stellt der Ausrichter des Wettbewerbes „Azubi des Quartals“ – der Maler- und Lackiererinnungsverband Westfalen – eine/n Auszubildende/n und dessen/deren Ausbildungsbetrieb durch eine Auszeichnung zum „Azubi des Quartals“ in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Mit der Auszeichnung würdigt der Verband jeweils eine/n Auszubildende/n für besondere Leistungen und besonderes Engagement im beruflichen wie im privaten Bereich. In der ersten Auslobung des laufenden Jahres konnte sich der Auszubildende Alpha Ousmane Bah die begehrte Auszeichnung sichern.

„Offen und zugewandt, engagiert und hilfsbereit“, die Worte, die Ausbilder Thomas Wübbelt bei der Übergabe der Auszeichnung über den jungen Auszubildenden aus Münster zu sagen weiß, bestätigen, was die Jury zur Wahl von Alpha Ousmane Bah bewegte. „Die Bewerbungsunterlagen“, so ist es der Begründung zu entnehmen, „spiegeln authentisch den verknüpften persönlichen und beruflichen Lebensweg als »best practice«-Beispiel für eine Ausbildung im Malerberuf wider.“

Als jugendlicher, unbegleiteter Flüchtling reiste Alpha Ousmane Bah im August 2016 aus Guinea nach Deutschland und wurde hier – im wahrsten Sinne des Wortes – positiv angenommen: Durch sein Interesse sowie die offene und zugewandte Art entdeckte er den Malerberuf als Berufs- und Lebensperspektive für sich und fand mit der Gerhard Schnitker GmbH & Co. KG einen verantwortungsvollen Ausbildungsbetrieb, der sich dem sportlichen Hobby-Fußballer umsichtig annahm.

Das Familienunternehmen, das bereits seit 1907 für hohe Qualität und Kreativität in Münster steht, macht es jungen Menschen aufgrund der besonders team- und lösungsorientierten Ausbildungskultur sehr einfach, sich wohl zu fühlen und somit das eigene Potential vollends zu entfalten. Dabei sind, so Thomas Wübbelt „ein lockerer Umgang auf Augenhöhe, Fairness, eine offene Kommunikation und vor allem kurze Wege“, die Erfolgsgaranten. Zu jedem Ausbildungsbeginn bietet das Unternehmen einen Ausbildungsplatz an. „In diesem Jahr ist die Stelle noch frei.“, beschreibt Stefanie Effner die aktuelle Lage. „Sicherlich auch aufgrund der momentanen Situation um Corona ist die Zahl der Bewerbungen noch übersichtlich. Aber wir freuen uns auf jeden interessierten jungen Menschen.“

Diesen ersten Bewerbungsschritt hat Alpha Ousmane Bah schon gemeistert, der Lehrling im zweiten Ausbildungsjahr formuliert seine Ziele knapp, aber klar: „Ich möchte erst einmal die Gesellenprüfung bestehen und dann gerne hier im Unternehmen bleiben. Für die Prüfung lerne ich bereits jetzt, auch wenn sie erst in einem Jahr stattfindet.“. Dieses außerordentliche Engagement freut nicht nur den Ausbilder Wübbelt, sondern auch die Kollegen, die gerne mit dem jungen 23jährigen auf der Baustelle zusammenarbeiten. Angesprochen auf die positiven und negativen Aspekte seiner Ausbildung benennt Bah seine Vorlieben blitzschnell: „Tapezieren und Spachteln mag ich sehr, nur Schleifen ist nicht so meins,“ und fügt nach einem Blick auf seinen schmunzelnden Ausbilder noch schnell hinzu, „auch wenn ich weiß, wie wichtig dieser Arbeitsschritt für das spätere Ergebnis ist.“

Die Jurybegründung

Die Bewerbungsunterlagen, die die Einreicher erstellt haben, spiegeln authentisch den verknüpften persönlichen und beruflichen Lebensweg als »best practice«-Beispiel für eine Ausbildung im Malerberuf wider.

Als jugendlicher und unbegleiteter Flüchtling ist Alpha Ousmane Bah im August 2016 aus Guinea in Deutschland eingereist und ist dort im wahrsten Sinne des Wortes positiv angekommen und angenommen worden: Durch sein Interesse sowie die offene und zugewandte Art hat er den Malerberuf als Berufs- und Lebensperspektive entdeckt. Er hat eine klare Entscheidung für »seinen« Weg als Maler und Lackierer getroffen – beginnend mit mehreren Praktika im Ausbildungsbetrieb und dann in bewusster Überleitung zu einem Ausbildungsverhältnis – gemäß dem Motto: Maler und Lackierer – das bin ich und das ist meine Berufung.

Nach dem Prinzip »Positiv Fördern durch Fordern« wird er von seinem Ausbildungsbetrieb begleitet, der dem jungen Mann Mut, Durchhaltevermögen und Ehrgeiz bescheinigt. Ein Teilaspekt ist, dass Alpha Ousmane Bah relativ schnell die deutsche Sprache erlernt hat und auf Augenhöhe mit seinem Umfeld kommuniziert. Sprachkenntnisse und der Erwerb der Fachsprache werden durch schulische und außerschulische Förderangebote ergänzt bzw. vertieft, an denen der Auszubildende aktiv teilnimmt. An den Lernorten in der Berufsschule und der Überbetrieblichen Ausbildung zeigt er gute Leistungen und erkennt selbstkritisch Bereiche, die noch zu entwickeln sind.

Er bleibt als Hobby-Fußballspieler am Ball und im Beruf am Pinsel.

Aus diesem Grunde werden die Leistungen von Alpha Ousmane Bah mit der Auszeichnung „Azubi des Quartals 1/2020“ gewürdigt.

Preisträger Alpha Ousmane Bah, mit seinen stolzen Ausbildern Maler- und Lackierermeister Thomas Wübbelt und Stefanie Effner.



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